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28. Oktober bis 18. Dezember, bernhard ensemble im OFF THEATER, Weißer Saal
Tschong, Zittermichl und Lu-Tz in "SEZUAN.GUT.MENSCH"
- von Ernst Kurt Weigel/Grischka Voss nach Bertolt Brecht

Mit Kristina Bangert, Eva Reinold, Grischka Voss, Kajetan Dick, Ernst Kurt Weigel

Regie: Ernst Kurt Weigel/Grischka Voss
Ausstattung: Thea Hoffmann-Axthelm
Choreografie: Peter Beil
Musik: b.fleischmann
Assistenz: Sabrina Bolschetz
p.r.: Monika Bangert

-> das OFF Theater
-> bernhard-ensemble
-> Kritiken zu "SEZUAN.GUT.MENSCH"


22. September, 19:30, Theater am Spittelberg
Gast bei "The SECRET CIRCUS CABARET" von Martha Labil und dem Secret Circus Orchestra
Martha Labil: Martha der Zeremonie
The Matchbox Big Band als: Secret Circus Orchestra: Trent Arkleysmith, Martin Weismayr, Sasa Nikolic
Weiters: Tini Trampler, Michael Welz, Susanna Marchand, Günther Berger, Silvia Spechtenhauser, Roman Britschgi, Anita Frech, Roman Spiess, MC Rapper Hase, Rainer Gradischnig, Raja Schwahn-Reichmann, Lelio Laschkolnig, Kasuko Kurosaki, Markus Mue, Stephan Sperlich, Herrr Glück, Edi Buffet, Daniel Klemmer ...

The SECRET CIRCUS CABARET by Martha Labil (teaser)
from Extrasolaris Studio on Vimeo.



28. August, 20:30, 19. Kunstwoche Grafenschlag
Nibelungen-Performance "Erdig" mit meinem Freund, dem Schwein

-Foto: Lilli Crina Rosca



Kommissar in "Der Räuber" (Regie: Benjamin Heisenberg, Produktion: Geyrhalter)
im Kino. Uraufführung bei der Berlinale. Bayrischer Filmpreis für beste Nachwuchsregie




"Kreschpek - Despekt volle Wäsch"
Ein Kabarett im Rahmen das Viertelfestivals NÖ - Waldviertel 2010, mit Martha Laschkolnig, Martina Poel, Rainer Gradischnig und mir (Anführer)

Texte, Szenen und Kompositionen von: H. C. Artmann, Bert Brecht, Charles Bukowski, Robert Gernhardt, J. W. Goethe, Peter Hammerschlag, Loriot, Johann Nestroy, Joachim Ringelnatz, Arthur Schnitzler, Arthur Schopenhauer, Karl Valentin, Volksmund, Kurt Weill, Anita Zach und anderen

27. Juli, 20:00, Statt-Theater Allentsteig, Dr. Ernst Krenn-Str. 17
28. Juli, 20:00, Raabs, Schüttkasten im Lindenhof
03. August, 20:00, Gmünd, Palmenhaus, Schloßparkstr. 4
04. August, 20:00, Kunstfabrik Groß-Siegharts, Karlsteinerstr. 4

Foto: Dieter Werderitsch



01. und 2. Juni, 20:00, Interkult-Theater, Wien
in "Act without Words II" (Thomas Beckett), Regie: Özge Dayan-Mair




6., 9., 10., 13., 15., 23., 24., 27., 30. April, 1., 4., 7., 8., 11. Mai, OFF-Theater
Miguelito in "My Face - Liebe mich" (Grischka Voss), bernhard ensemble, Regie: Grischka Voss
Mit Grischka Voss, Kristina Bangert, Eva Reinold, Ernst Kurt Weigel und Kajetan Dick.
Choreografie: Peter Beil, Musik: Bernhard Fleischmann
Fotos von Barbara Palffy





9., 12., 14., 19., 22., 23., 26., 29., 30. Jänner, 19:30, OFF-Theater, Weißer Saal
Pressedienst des Bundeskanzleramtes:
SEZUAN.GUT.MENSCH: das bernhard ensemble denkt Brecht brillant weiter
...
An vielen Litfasssäulen und Plakatwänden in Wien sticht derzeit ein von der Schauspielerin Kristina Bangert hervorragend gezeichnetes knallgelbes und rotes Plakat ins Auge: "SEZUAN.GUT.MENSCH. nach B. Brecht".

Gezeigt wird nicht sein klassisches Stück, wo die Götter ins chinesische Sezuan kommen, um gute Menschen zu finden, die ein menschenwürdiges Dasein leben können, damit die Welt so bleibe, wie sie ist. Der einzige gute Mensch, den sie schließlich finden, ist die Hure Shen Te, die allerdings nur in der Maske des bösen Vetters Shui Ta überleben kann, nachdem sie dem stellungslosen Postflieger Yang Sun in Liebe verfallen ist. Schwanger geworden kann sie in ihren alten Beruf nicht mehr ausüben, mit der Entlarvten kennt die getäuschte Gesellschaft kein Erbarmen. Die Götter erteilen dem einzigen guten Menschen, der ihnen begegnet ist, die Erlaubnis, weiterhin seine böse Seite zu zeigen, damit er überleben kann und machen sich aus dem Staub.

Diese berühmte Geschichte dient den Schauspielern des bernhard ensembles nur als Grundgerüst. Auf ihm denken und spielen sie Brecht in die Wiener Gegenwart. Losgelöst von seiner Textvorlage entwickeln sie frei improvisatorisch eine heutige Bühnenparabel: Yang (quasi Shen Te) ist hier ein verständnisvoller weicher Stricher, Yin seine harte geschäftstüchtige Schwester. Dann gibt es neben dem attraktiv-lässigen blinden Flieger zum Beispiel den Mann mit "Migrationshintergrund" vom Balkan, eine Schwangere aus der Favoritener Per-Albin-Hansson-Siedlung, die genau weiß, wie man diverse Sozialleistungen lukriert, weiters eine über das allgemeine Weltenelend quasselnde Tussi; einen Neonazi, der hinter seinen brutalen Sprüchen ungeheuer einsam wirkt und einen kleinen zarten Gott, der angesichts dieser Menschen zunehmend verzweifelt.

Diese Aufführung ist wohl die derzeit interessanteste Brecht gewidmete in Wien - sie hätte ihm garantiert gefallen. Zweck von sozial relevanter Kunst müsse es sein, "verwickelte Vorgänge" sichtbar zu machen, meinte er. Und genau das macht das bernhard ensemble mit dieser Aufführung, die kaum dichter gelingen konnte.

Ein Glücksfall.